Pressemitteilung, 3. Oktober 2025: Mehr als Ost und West
Pressemitteilung, 26. Juni 2024: Fachtag
Pressemitteilung, 29. Juni 2023: UEM-Bericht
Pressemitteilung, 3. Mai 2023: Auftakt
Pressemitteilung, 2. Oktober 2025
Mehr als Ost und West
Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen verweist auf plurale Erinnerungen an den 3. Oktober 1990
Am morgigen Tag wird der Tag der deutschen Einheit als gesetzlicher Feiertag begangen. Viele Gemeinden begehen ihn zugleich als „Tag der offenen Moschee“. Das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen nimmt dies zum Anlass, auf die pluralen Erfahrungen mit Blick auf die deutsche Einheit in Sachsen hinzuweisen.
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Angst vor Übergriffen
„Zu den pluralen Wende-Erlebnissen gehört auch die Angst, im neuen Deutschland als Mensch nicht vorgesehen zu sein - und konkret die Angst vor rassistischen und antisemitischen Übergriffen in Ost und West“, so Halil Ünal, Geschäftsführer der Haus der sozialen Vielfalt gGmbH. „Diese Erfahrung sollten heutige Feierlichkeiten berücksichtigen und auf keinen Fall bestätigen!“
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Pressemitteilung
15. Todestag von Marwa El-Sherbini
Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus erinnert mit einem Fachtag am 27. Juni an die Dresdnerin
Dresden, 26. Juni. 2024
Auf einem (Gedenk-)Rundgang, in Panels und einer Podiumsdiskussion setzt sich das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen morgen, am 27. Juni, in Dresden mit der Ermordung von Marwa El-Sherbini auseinander. Die Pharmazeutin wurde vor 15 Jahren hier im Landgericht ermordet, Tatmotiv war antimuslimischer Rassismus. Anwesend ist u.a. die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman.
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Informationen zu Marwa El-Sherbini
gegenuns.de/marwa-el-sherbini
Pressemitteilung
Berlin/Leipzig, 29.06.2023
"Muslimfeindlichkeit - eine deutsche Bilanz"
Abschlussbericht des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit
Das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen wirbt für eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit (UEM).
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"Antimuslimischer Rassismus ist in Deutschland erschreckend stark verbreitet. Jede:r Zweite hat antimuslimisch-rassistische Einstellungen. Die hohen Werte und das negative Klima haben sich mittlerweile so weit verfestigt, dass es schwierig ist für das Thema zu sensibilisieren und ein Unrechtsbewusstsein für antimuslimische Ressentiments in der Bevölkerung zu bilden“, so UEM-Mitglied Özcan Karadeniz. Karadeniz ist Geschäftsführer im Verband binationaler Familien und Partnerschaften, welcher 2023 das Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen mitbegründet hat.
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Hintergrund
UEM- Unabhängiger Expertenkreis Muslimfeindlichkeit
Der UEM wurde im Jahr 2020 als Reaktion auf rassistische antimuslimische Terroranschläge bzw. Anschlagsplanungen sowie weitere rassistische Vorfälle durch die Bundesregierung berufen: Die wachsenden Sorgen und Ängste derer, die von antimuslimischem Hass, Anfeindungen und Übergriffen betroffen sind, sollen dadurch ernst genommen werden. Die berufenen Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis repräsentieren eine breite fachliche Expertise zu antimuslimischem Rassismus in verschiedenen Bereichen.
Änderungen im Bericht laut Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)
2024 wurde eine angepasste Version des Berichts veröffentlicht. In Umsetzung eines Beschlusses des Oberverwaltungsgerichts Berlin Brandenburg (OVG BB 9 S 20/23) wurden Änderungen am Bericht vorgenommen. Der Bericht ist keine amtliche Veröffentlichung, insbesondere kein Bericht des BMI oder der Bundesregierung. Es handelt sich um die unabhängige Position des UEM. Dies wird nun auch mit dem Deckblatt deutlich gemacht. Mit der Änderung der Aufmachung des Berichts trägt das BMI dem Umstand Rechnung, dass die Eigenleistung des UEM, der sich dem Gebot der Wissenschaftsfreiheit entsprechend in wissenschaftlicher Wahrheitssuche zu seinem Untersuchungsgegenstand äußerte, nicht als amtliche Äußerung des BMI missverstanden wird.
Der Inhalt des Berichts bleibt unverändert. Dies umfasst die Befunde des UEM zum Phänomen und dessen Ausprägungen sowie die Schlussfolgerungen die er daraus zieht und die Handlungsempfehlungen für die Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit, die er daraus ableitet. Die Analyse ist das Ergebnis umfassender und unabhängiger Arbeiten ausgewiesener Expertinnen und Experten, die sich seit Langem mit dem einem Phänomen beschäftigen, das bislang wenig im Zentrum der Aufmerksamkeit stand.
Quelle: BMI
Pressemitteilung
Dresden/Leipzig, 03.05.2023
Auftakt
Landesweites Bündnis und Netzwerk gegen
antimuslimischen Rassismus in Sachsen nimmt Arbeit auf
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Das Bündnis ist eines von fünf Landesweiten Fachnetzwerken, die seit 2023 durch das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ des Sozialministeriums mit rund 140.000 Euro im ersten Projektjahr gefördert werden. Organisatorisch federführend sind die Projektträger Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH sowie Haus der Sozialen Vielfalt e.V.
Weitere Gründungsmitglieder sind der Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. sowie das Demokratie-Zentrum Sachsen.
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„Antimuslimischer Rassismus erzählt uns nichts über Musliminnen und Muslime, sondern über die Gesellschaft, die diese marginalisiert. Welcher gesellschaftliche Prozess steckt dahinter? Diese Frage müssen wir uns stellen, wenn wir antimuslimischen Rassismus verstehen wollen. Interessierten Einrichtungen aus ganz Sachsen vermitteln wir rassismuskritische Fortbildungsangebote – ob es sich dabei nun um Unternehmen, um Behörden oder um die Wohlfahrtspflege handelt.“, so Anna Sabel vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. und Gründungsmitglied des Bündnisses.
„Wir stehen in Sachsen, dem Bundesland, in dem Marwa El-Sherbini ermordet wurde, vor besonderen Herausforderungen. Darum stärken wir zivilgesellschaftliches Engagement. So planen wir, ehrenamtliche Gruppen und Beratungsstellen für Diskriminierung miteinander zu vernetzen“, so Halil Ünal, Geschäftsführer vom Haus der sozialen Vielfalt e.V., der ebenfalls Projektträger ist.
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