Das war 2025
ENDE DER ERSTEN PROJEKTLAUFZEIT
20. Dezember 2025
Mit dem Jahresende endete auch die Pilotphase des Bündnisses gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen.
Die zwei Trägerorganisationen Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH und Haus der sozialen Vielfalt gGmbH haben sich 2023 zusammengeschlossen und gemeinsam mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig e.V. und dem Demokratie-Zentrum Sachsen ein Fachnetzwerk geschaffen. Ziel des Projektes war es, im Problemfeld Antimuslimischer Rassismus bedarfsorientierte Lücken im Freistaat zu schließen und bestehende Kräfte zusammenzuführen.
Um wirksam zu sein, verfolgte das Projekt vielfältige Maßnahmen.
Zwischen Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit fügten sich umfangreiche Recherchen zur Problemlage und aktuellen Angebotsstruktur sowie zahlreiche Vernetzungsgespräche und Sensibilisierungsformate. Aus den bundeslandspezifischen Erkenntnissen ist eine Publikation hervorgegangen, die weiterhin kostenlos als Broschüre (auf Anfrage) oder hier digital erhältlich ist.
EVALUATION
Auch weil es sich um ein Pionierprojekt handelt, haben wir unsere Arbeit stetig und ausführlich unter Mitwirkung aller Veranstaltungsteilnehmenden und Netzwerkpartner:innen evaluiert.
Zusammenfassend können wir sagen, dass uns in all der Zeit sehr viel Dank und positive Resonanz erreicht hat. Das beflügelt die Arbeit und untermauert nicht zuletzt den geschätzten politischen Willen, ein Fachnetzwerk wie dieses zu fördern. Es hat sich gezeigt, dass antimuslimischer Rassismus in staatlichen und nicht-staatlichen Strukturen fachlich fundiert ins Blickfeld gerückt werden konnte.
Doch wir begrüßen auch jedwede Kritik oder Wunschäußerung und möchten sie konstruktiv aufnehmen. So streben wir ab dem kommenden Jahr mehr Partizipationsangebote für die Bündnismitglieder an und werden unseren Arbeitsschwerpunkt auf die sächsischen Landkreise legen, um Ereignisse, Initiativen und Akteure außerhalb der kreisfreien Städte sichtbar zu machen und sachsenweit zu vernetzen.
Wir danken allen Unterstützer:innen, Verbündeten, Bündnismitgliedern und Kooperationspartner:innen für die engagierte Zusammenarbeit und Mitgestaltung.
Lasst uns weiterhin zuversichtlich zusammenstehen!
Mit den besten Wünschen verbleibt
das Projektteam vom
Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen
SPOTLIGHTS
VERANSTALTUNG
Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus
17. Juni - 1. Juli 2025
Rund um den Tag des Gedenkens an Marwa El-Sherbini, die 2009 aus antimuslimisch-rassistischem Motiv ermordet wurde, fanden im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus in diesem Jahr wieder verschiedene Veranstaltungen und Aktionen statt.
PUBLIKATION
Bestandsaufnahme: Antimuslimischer Rassismus in Sachsen
Über ein Jahr haben wir recherhiert, befragt und Gespräche geführt. Nun ist die Broschüre mit den Ergebnissen analog bei uns erhältlich.
Meldet euch bei Interesse unter: [email protected]
APPELL
10 Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus
Die bundesweite Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit CLAIM hat ein Forderungspapier an die neue Bundesregierung veröffentlicht.
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"Demokratie braucht Vertrauen - Vertrauen braucht Teilhabe."
Zu den 10 Handlungsempfehlungen & Forderungen
ONLINE-VORTRAG
Muslimisch in der Schule.
Warum ist es so schwierig, über Rassismus zu sprechen?
Donnerstag, 3. April 2025, 17:00 - 18:30 Uhr -
Eine Veranstaltung für Lehrkräfte, die selbst betroffen sind, Unsicherheiten im Umgang mit muslimischen Schüler:innen haben oder beobachten, wie diese ausgegrenzt werden.
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Wenn Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte in der Schule als muslimisch gesehen werden, machen sie spezifische Erfahrungen.
Was sagt die Forschung dazu?
Mit Prof. Dr. Karim Fereidooni haben wir den bundesweit führenden Experten zu dieser Frage gewonnen. Er war zuletzt Mitglied des von der Bundesregierung einberufenen Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit und geht auf ausgewählte Ergebnisse seiner Untersuchung „Rassismuserfahrungen im Lehrer*innenzimmer“ wie auch auf Studien zu Rassismus im Klassenzimmer ein.
Was bedeuten diese Studien und wohin können sich interessierte Lehrkräfte wenden?
WORKSHOP
Über wessen Sicherheit sprechen wir?
Donnerstag, 27. März 2025, 9:00-15:00 Uhr -
Ein Workshop zu antimuslimischem Rassismus für Fachkräfte und Multiplikator:innen der Jugendhilfe
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Wessen Sicherheit wird durch staatliche Maßnahmen geschützt?
Und wie fühlt es sich an, als Sicherheitsrisiko gesehen zu werden? Rassismus verknüpft Muslimisches mit Gewalt und Kriminalität. Jugendliche, die diesem Bild zugeordnet werden, erleben anstatt Achtung, Fürsorge und Schutz häufig eine Ansprache als potenzielle Täter.
Der Workshop wurde von Referent:innen vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig gestaltet und im Rahmen des Bündnisses gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen in Kooperation mit Soziale Dienste und Jugendhilfe, Haus der sozialen Vielfalt, "Jinos MoJo" Mobile Jugendsozialarbeit - Der Kinderschutzbund, Ortsverband Dresden e.V. und der Fachstelle Migration im Kontext von Jugendhilfe beim Ausländerrat Dresden e.V. organisiert.